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2004 Sonja Vordermaier

… Das konzeptuelle Zentrum von Vordermaiers Kunst ist … das Verhältnis von Sichtbarem und Unsichtbarem: Sie arbeitet mit Phänomenen, die wir nicht sehen können: Schwarzen Löchern, verborgenen oder akkumulierten Energien, elektromagnetischen Feldern,.. und der Schwerkraft. Damit knüpft sie bei einer Idee an, die sie bereits 2003 im Rahmen der Installation Slingshot im Hamburger Ausstellungsraum Elektrohaus realisiert hatte, wo ein straff gespanntes Katapult aus ineinander verschlauften Fahrradschläuchen den gesamten Raum in Schach hielt – scheinbar jederzeit bereit, die angestaute Bewegungsenergie freizusetzen. [1]

Dabei geht es weder um naturwissenschaftliche Versuchsreihen noch um Zauberei. Vordermaiers Arbeiten analysieren nicht, sie verblüffen auch nicht, sondern sie sind einfach da. Ihre Installationen stellen Situationen auf Dauer, wo die vertrauten Verhältnisse außer Kraft gesetzt sind. Eben hier werden wir aber in die Lage versetzt, etwas zu sehen, was nicht nur im Alltag, sondern grundsätzlich unsichtbar bleibt: Die Eigenvalenz der Dinge. Die Dinge gewinnen da neue Perspektiven, wo sie aus ihren Sachzwängen gelöst werden. [2]

Bernadette Collenberg-Plotnikov

[1] Vgl. Jens Asthoff: „Zwischenräume der Realität“:

URL: http://www.sonjavordermaier.com/index.php?option=com_content&view=article&id=80&Itemid=61 [14.4.2010]

[2] Vgl. Bernhard Waldenfels:

„Der herausgeforderte Blick. Zur Orts- und Zeitbestimmung des Museums“. In: Ders.: Der Stachel des Fremden. Frankfurt a.M. 21991 (11990), S. 225-242, hier S. 234.

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