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Projekt “ Wasserbrüste“ in der Limmat bei der alten Holzbrücke in Baden

Seit 1991 gibt es im Auengebiet der Limmat den Kulturweg Baden-Wettingen-Neuenhof mit 19 Skulpturen von Schweizer Kunstschaffenden. Am 20.08.05 wird der Skulpturenweg mit 5 neuen Werken erweitert und neu eröffnet.

Ich habe dazu die Arbeit „Wasserbrüste“ entwickelt. 2 Kunststoffkugeln mit einem Nippel versehen und mit Stahlseilen im Flussgrund verankert, die sich unablässig um die eigene Achse drehen.

Im Laufe der Projektarbeit bin ich auf einige aquatechnische und soziale Schwierigkeiten gestossen, die ich in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission und viel Gespür der beiden zugezogenen Taucher zu lösen vermochte.

Beim grossen Hochwasser vom 21.8.05 wurden auch die beiden Brüste, neben Baggern und Baumstämmen aus ihrer Verankerung gerissen und einige hundert Meter flussabwärts getrieben. 

Da sich der Fischereiverband sehr schwer tut mit jeglicher Veränderung und eine Beschwerde eingereicht hat, warten die Wasserbrüste im Werkhof in Wettingen auf ihre erneute Wässerung.

Der Regierungsrat des Kanton Aargaus hat nun zu bescheiden, ob der Bevölkerung und der bearbeiteten Natur diese beiden Brüste zugemutet werden können.

Im Anhang ist ein detaillierter Erkundungsrapport und einige Bilder zur Werkwerdung publiziert.
Es wurde ein Audioguide erstellt, den man auf der Homepage www.ideenfluss.ch einhören kann.
Zudem sind alle Arbeiten auf www.kulturweg-limmat.ch einzusehen.

 

 

 

 

 

 

Projekt „ W a s s e r b r ü s t e „

Diese Arbeit ist im August 05 im Rahmen des Projektes Kulturweg Baden / Wettingen nahe der alten Holzbrücke in Baden in der Limmat verankert worden.


Die „Wasserbrüste“ sind zwei kugelrunde Schwimmkörper mit einem Nippel versehen, aus Kunststoff geformt und mit Stahlseilen am Flussgrund verankert. Dort drehen sie sich unablässig in einem durch die Flusskonstruktion verursachten Kehrwasser um die eigene Achse.

Ihrem zugeordneten Körperträger entfremdet sind sie in diesen Wasserfluss geworfen um als neue Bezeichnung zu erscheinen. Ihrer prallen Naturhaftigkeit entziehen sie sich durch die ironisierende Gestalt, die sie durch die künstliche Oberfläche und die abstrahierte, verdichtete Form erlangen. 

Als Bildhauerin eigne ich mir dieses mit Weiblichkeit konnotierte Symbol an und schaffe durch den Transfer in eine Natur – Stadtlandschaft ein unerwartetes Aufeinandertreffen in scheinbar vertrautem Umfeld. 

Die tanzenden Brüste werden hier als neuer Icon installiert, die lustig und lastig zugleich unablässig auf dem Wasser springen.