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Anna-Maria Bauer - Raumgänge |
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Wenn Anna-Maria Bauer nun in der Kunstkammer eine architektonische Struktur aufbaut, so will sie nicht allein mit einer ungewöhnlichen Raumordnung den Raum in neuer Weise erfahrbar machen. Die Installation übernimmt überdies die Funktion, den Fokus auf den menschlichen Gang zu lenken. Die Begrenzung des Blicks im geschlossenen Raum macht die Aufmerksamkeit wach für Details, die im alltäglichen Gehen kaum bemerkt werden. Denn wie wirkt sich das Gehen auf die Sinne aus? Welche Bedeutung kommt der Geschwindigkeit beim Gehen zu? Welche Erfahrungen sind mit dem Spazieren verbunden? Welche mit Rastlosigkeit? Verschiedene Kulturen bringen unterschiedliche Gangarten hervor. Die Figuren des Flaneurs, des Wandervogels oder des Joggers stehen für verschiedene Fussbewegungen, aber auch für verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten. Das Stolpern, Tanzen und Laufen für ungleiche Rhythmen aber auch für unterschiedliche Geschicklichkeiten. Nicht zuletzt gilt das Gehen als Mass, an dem sich das menschliche Wohlergehen bemisst.
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Anna-Maria Bauer, langjähriges Mitglied der AZB, ist vor allem bekannt durch ihre Arbeiten im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel den Bodenintarsien in Innen- und Pausenhöfen in Chur, Zürich, Jona oder Kinshasa; der Grossplastik Intervall in der Abflughalle im Flughafen Zürich, Dock E; der Gedenkstätte für Katharina von Zimmern im ehemaligen Kreuzgang des Fraumünsters in Zürich; des Lichtbogens in der Paul Schiller Stiftung in Zürich oder der Klanginstallation im Reservoir ‚uf Stuel’ in Osterfingen. Kathrin Frauenfelder Gastkuratorin Kunstkammer 07/08 |
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