| „Paravent“ von Aldo Mozzini, Kunstkammer, Schlieren | |
Im Rahmen der Ausstellungsreihe FokusSkulptur* in der Kunstkammer, dem strahlend gelben Ausstellungskubus der AZB, Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer, auf dem Gaswerkareal in Schlieren, hat Aldo Mozzini eine anspruchsvolle, eigens für den Kubus entwickelte Arbeit mit dem Titel „Paravent“ realisiert.
Aldo Mozzini (*1956 in Locarno), neues Mitglied der AZB, beschäftigt sich mit dem Überschneidungsfeld von Skulptur und Architektur. Ausgangspunkt von „Paravent“ ist der strahlend gelbe Innenraum des Ausstellungskubus, dessen harmonische Proportionen der Künstler mit dem Einbau einer sperrigen, aber zugleich auch labilen Konstruktion durchbricht. |
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| Die Installation, die als eine Art Schutzschild gelesen werden kann, ist mit verschiedenen, teils frisch bemalten Materialen gebaut. Aus Sperrmüll sind die zahlreichen Stuhl- und Bankobjekte, die, Individuen gleichsam, den Raum hinter dem Schutzschild „bevölkern“. | |
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Aldo Mozzinis Arbeit hat einen Bezug zu Schlieren, aber sie speist sich auch aus Eindrücken, die der Künstler von seiner kürzlich durchgeführten Reise aus China mitgebracht hat. So spielt die Installation etwa auch mit der Vorstellung, dass die bevölkerungsreichste Nation der Welt nicht nur um die Verbotene Stadt in Beijing, sondern auch grundsätzlich um ihre Städte herum immer wieder hohe Sicherheitsmauern errichtet hat. In seinem Oeuvre hat sich Aldo Mozzini immer auch mit Fragen des Kontextes und des Massstabs, mit dem Einwirken auf Atmosphärisches und mit Blickverschiebungen beschäftigt. Mit „Paravent“ schafft er nun eine humorvolle aber auch eine irritierende Arbeit. Über ästhetische Aspekte hinaus, wirft sie Fragen auf im Zusammenhang mit unserer Realität und zu Themen wie Globalisierung und Einigelung, wie Sicherheit und Gefahr, wie Rückzug und Offenheit. Kathrin Frauenfelder Gastkuratorin Kunstkammer 07/08 |
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