| Mickry3 wurde 1998 von Christina
Pfander, Dominique Vigne und Nina von Meiss in Zürich gegründet. Das
Kunstprojekt "Supermarkt" stand von Anfang an im Mittelpunkt
ihrer künstlerischen Produktion. Mickry3s "Supermarkt"
funktioniert wie seine realen Vorbilder: In den Regalen stapeln sich
verschiedenste Waren und Produkte. Hinter herkömmlicher Werbe- und
Verpackungsstrategie steckt jedoch kein üblicher Gebrauchswert.
Vielmehr wurde hier ein Spiel um Inhalt und Verpackung inszeniert, um
unsere durch permanenten Konsum und Kapitalismus geprägten Sehnsüchte
zu reflektieren. Mickry3 provozieren dahingehend eine Irritation, eine Störung des Spannungsfeldes zwischen Kunstmarkt und Konsumwelt. Es werden "Kunstobjekte" ins Kaufhausregal gestellt und ein "Supermarkt" als Universum installiert. Mickry3 inspirieren sich nicht nur an den Sehnsüchten unserer Konsumwelt, sondern transportieren sie in ihre eigene Objektwelt. Dort erfahren sie eine eigenwillige und innovative Inszenierung. Die käuflich zu erwerbenden "Kunstwaren" verführen durch die Ironie der Künstlerinnen dazu, den eigenen Wünschen und Träumen freien Lauf zu lassen. Sie zeigen, dass Kunst sehr wohl in der Lage ist, gleichzeitig zu bezaubern und gezielte Kritik an institutionalisierten Systemen zu üben. |